Mostra IDEA DI NATURA - Palazzo Reale di Genova 2017

Commento di Lorenza Rossi

Nella ceramica Anna Matola utilizza come modelli persone, animali e piante che ritrae fedelmente e talvolta combina tra loro offrendoci con ironia tutti gli indizi e i possibili esiti di quell’ansiosa ricerca di identità per la quale ogni individuo, con ogni evidenza, si interroga.

I suoi personaggi, nudi o vestiti, assumono un aspetto mutevole e ibrido che diventa perfino esemplare, come nell’Hortus VIRentium, dove differenti tipi umani vengono lucidamente descritti e catalogati come all’interno di un libro illustrato di scienze naturali.

 

Campeggia sulla terrazza una voliera bianca, nella quale sono assiepati, come a ripararsi, decine di uccelli in ceramica che formano una insolita assemblea, dopo aver lasciato, vuoti e abbandonati, i loro nidi di paglia che attendono, pazientemente reali, al di fuori.

 

 

 

 

Ausstellung in Büren an der Aare (CH)

Artisgalerie

 

Grenchner Tagblatt 02/09/2015

Sich in Tonfiguren entdecken

von Debora Scherrer

 

Anna Matola stammt aus Turin und hat Literatur studiert. Seit den 90er Jahren lebt sie in Ligurien, in der Gegend, die berühmt für ihre Keramikprodukte ist. Matola lebt und arbeitet in der bekannten Keramikstadt Albissola Marina. Die Italienerin versuchte sich als Musik- und Buchhändlerin und machte vor 15 Jahren ihre Leidenschaft für Kunst zu ihrem Lebensunterhalt.

Die fröhliche Frau erzählt, dass sie schon immer das gemacht habe, was sie wirklich machen wollte. Bereits früh knüpfte sie Kontakte zu Galerien in Berlin, das zu ihrer Wahlheimat wurde. Viele ihrer Ausstellungen sind deshalb in der deutschen Hauptstadt, in Deutschland oder in Italien.

 

Die Figuren von Matola sind aus engobiertem Ton oder Keramik. Dazu wird die Skulptur bemalt und anschließend einmal gebrannt. Besonders gelungen ist der Künstlerin die Oberflächengestaltung der Figuren. Diese ist nicht geglättet und poliert, sondern fällt durch viele kleine Poren und winzige Unregelmäßigkeiten auf. Dadurch leben die Skulpturen, und das Ganze bekommt eine besondere Plastizität und Natürlichkeit.

 

Bei den Figuren handelt es sich, wie die Künstlerin selber beschreibt, um „die normalen Leute von heute „. Bei genauerem Hinsehen sind sie dann jedoch oftmals surrealistisch. Matola will mit ihren Werken das Thema Identität ansprechen. „Die Leute wissen oftmals nicht, wer sie sind. Meine Figuren sollen wie ein Spiegel etwas von der Intimität des eigenen Ichs zurückwerfen und zeigen, was hinter der Maske ist“, sagt sie. Indem man die Leute betrachtet, die vor einem stehen, soll man zum Nachdenken angeregt werden.

 

 

 

 

Aus der Präsentation der Ausstellung in Frankfurt 2013

Galerie Braubachfive

 

 

Die Figuren aus Terrakotta von Anna Matola haben vor allem reale Menschen und Tiere zum Vorbild und  sind extrem naturalistisch in ihrer Form und Farbigkeit.

Dargestellt werden die Menschen aus ihren näheren Umgebung in ihren Alltagsbeschäftigungen.

 

Die Arbeit mit Ton gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit und Ton ist damit einer der ältesten Werkstoffe der Menschheit.

Das ist also ein Material, das schon sehr früh bekannt und für handwerkliche und künstlerische Erzeugnisse verwendet wurde.

 

Anna Matola formt und bearbeitet den Ton und modelliert ihre Stücke nicht aus Matrizen, die Skulpturen werden also nicht mehrfach aus Negativformen gepresst, sind keine Serienanfertigung, sondern sind Unikate.

 

Besonders gelungen ist der Künstlerin die Oberflächengestaltung, sozusagen die Haut der Figuren. 

Die Oberfläche ist oft nicht geglättet und poliert, sondern fällt durch viele kleine Poren und winzige Unregelmäßigkeiten auf. Dadurch leben und vibrieren die Skulpturen, und das Ganze bekommt eine besondere Plastizität und Natürlichkeit.

Auch bei dieser Technik gibt es Vorbilder in der Antike. Die griechischen Bronzen beispielsweise sind nach dem Guss kalt bearbeitet worden, geglättet und nach dem Glätten wurde die Oberfläche mit Sticheln extra aufgeraut, um den Statuen mehr Leben einzuhauchen.

 

Vergleiche zur Antike findet Anna Matola auch bei ihren kafkaesken Allegorien. Wir kennen alle die tiergestaltigen ägyptischen Götter, den schrecklichen Stiermenschen auf Kreta, den Minotauros oder die vielen Mischwesen der griechischen Mythologie.

Besonders liebten die Götter ihre weisen Vögel, Athene das Käuzchen, Aphrodite die Taube und Apollon den klugen Raben. In der Erzählung von der Sintflut lässt Noah einen Raben fliegen. 

Auch bei Anna Matola erleben wir die Verwandlung Albertos in einen Raben oder sind sie vielleicht von vornherein identisch?

 

We kennt nicht die unterschwelligen Ängste, plötzlich einem Raubtier, einem Krokodil, gegenübersitzen oder aber einem vertrauensseligen Esel, der auf das anscheinend freundliche Lächeln des Krokodils hereinfällt. Wer hat hier wen über den Tisch gezogen? Das Krokodil den Esel oder vielleicht umgekehrt?

All das würde im Mythos artikuliert und findet sich in den Allegorien der Anna Matola wieder. 

Und der Zwerg, der Hofnarr, sitzt kommentarlos daneben.

 

Die Farbigkeit der Figuren geht ebenfalls auf die Antike zurück, wir wissen heute, dass die griechischen Tempeln und Skulpturen knallbunt waren und nicht weiß. Die Maler, welche die Marmorstatuen der berühmten Bildhauer farbig fassten, wurden höher geschätzt als die Bildhauer selbst. Das ist heute schwer nachzuvollziehen, da die farbigen Fassungen für immer verloren sind.

Auch bei den Skulpturen der Anna Matola sind die Form und die Farbe eine Symbiose eingegangen. Die Farbigkeit bereichert die Form und umgekehrt.

 

Farbig gefasst sind auch die zahlreichen Fische, jeder Fisch etwas unterschiedlich, ein Individuum.

 

 

 

 

Mostra Palazzo Ducale di Genova 2010

Presentazione di Romano Morlotti

 

Un aspetto a prima vista delle opere in terracotta che Anna Matola ci propone in questa mostra genovese, è il realismo delle forme; esse riproducono le cose così come, attraverso gli occhi, il cervello ce le configura immediatamente al primo sguardo.

È un realismo che però ha una valenza inquietante, oltre che affascinante per una certa amabilità e per una sorta di imperturbabilità da effige buddista, che traspare dai tratti delle figure umane riprodotte.

Il che lo si avverte nel tempo, nel soffermarsi, magari indiretto, dello sguardo e nel lasciarsi andare alla visione.

Inquietante perché, come ogni effettiva opera d’arte, queste figure, con il potere che hanno di farci cogliere in un modo o nell'altro delle verità del nostro esistere, assieme al piacere (dell’artista e di noi fruitori) che tale atto conoscitivo dona, ci suggeriscono e ci fanno avvertire la precarietà di tutto ciò che amiamo, e la nostra.

 

Rimemorazione e nostalgia, dunque, ma anche un gioco, gioco creativo, magari un po' ironico, un po' provocatorio, comunque amabile, dell’artista con sè stessa e al quale siamo invitati a partecipare, declinando la nostra percezione di quelle forme con il senso che ci trasmettono o evocano in noi.

 

Sta in questa valenza di produrre siffatta tonalità emotiva, che le sue opere hanno - opere ottenute attraverso una deliberata sottrazione di ciò che è sentito superfluo nell’opus alchemico del suo fare - una presunta essenzialità, e autenticità, alle quali Anna Matola alludeva in una conversazione quale forza trascinante della sua ricerca? 

 

In ogni caso è questione di stile, di linguaggio artistico, e quindi di materiale, ovvero di rapporto tra l’opera ed il suo substrato materiale.

La terra soprattutto, che Anna elabora manualmente, con un coinvolgimento che direi sensuale, viscerale addirittura, per impiegare una sua espressione.

Noi stessi, da fruitori, vorremmo magari sfiorarle con le dita, toccarle, queste terre cotte, sentire quelle ‘vibrazioni’ che l’artista dice di avvertire nel manipolare la terra cruda.

Ed è, infine, questione di tecnica. 

Sono fattori questi accennati, che alla nostra artista certo non difettano, come credo che le opere qui raccolte, per quanto in numero limitato, mostrino.